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Eisweinernte 2009 In der Vorweihnachtswoche ging die Ernte des Jahrgangs 2009 in Deutschland mit einer kleinen, aber extremen Eisweinlese zu Ende. Nach einer Umfrage des Weinreporters wurden dabei in allen Anbaugebieten bei Temperaturen bis zu – 20 Grad Eisweine gelesen. Nach dem derzeitigen Stand der Eisweinmeldungen nutzten mehr als 100 Betriebe die Chance, die ihren die Natur dazu bot. Die meisten Eisweine gab es in Franken, in der Pfalz und in Württemberg. Dabei wurden zum Teil extrem hohe Mostgewichte erreicht. Zehn Mal wurde die Marke von 250 Grad Oechsle erreicht bzw. übertroffen. Mostgewichte wie diese kamen bislang in einer solchen Häufigkeit lediglich in ganz wenigen aussergewöhnlichen Jahrgängen wie 1959 und 2003 vor. Die beiden höchsten Werte wurden mit 274 und 271 Grad Oechsle an der Hessischen Bergstrasse gemessen gefolgt vom Weingut Drautz-Able in Heilbronn (Württemberg) mit 270 Grad und dem Weingut Schönleber-Blümlein in Oestrich-Winkel (Rheingau) mit 265 Grad. Die meisten Winzer berichten von einer deutlich besseren Qualität als in den vergangenen Jahren. Die Trauben waren vor allem am Samstag und Sonntag klickerhart gefroren und wiesen teilweise im Innern Temperaturen von bis zu - 14 Grad auf. Die Menge fiel allerdings sehr viel geringer aus als in den vergangnen Jahren. Nach ersten Schätzungen dürften 2009 knapp 25.000 Liter Eiswein geerntet worden sein. Zum Vergleich die Zahlen der Vorjahre: 1.139.100 Liter (2008), 593.200 Liter (2007) und 85.700 Liter (2006). Wir sind mit 200 Ltr. und 190 Öchsle an der kleinsten, aber feinsten Eisweinernte beteiligt. Bei - 16 Grad Celsius konnten wir am 19.12.2009, morgens gegen 8 Uhr, bei strahlendem Sonneschein die gefrorenene Trauben einbringen. Zurück |